Diabetes in allen Lebenslagen

Mit Diabetes kann man heute ein normales Leben führen. Natürlich gibt es hier und da Restriktionen; trotzdem ist heute vieles möglich, was früher verboten war oder unmöglich schien. Diabetiker treiben Leistungssport, begeben sich auf kulinarische Ausflüge, reisen rund um die Welt. Der Diabetes reist immer mit. Wie man mit Diabetes in ganz unterschiedlichen Lebenslagen umgeht und was man darüber wissen sollte, finden Sie in diesem Bereich:

Übergewicht ist ein Hauptgrund für die steigende Anzahl Diabetiker mit Typ2-Diabetes. Nebst falscher Ernährung ist häufig auch die fehlende Bewegung im Alltag schuld an den zusätzlichen Kilos. Mehr und vor allem regelmässige Bewegung hilft nicht nur gegen Fettleibigkeit, sondern auch gegen zu hohen Blutdruck (Hypertonie). Allerdings ist es für Diabetiker schwieriger, sich sportlich zu betätigen. Durch die erhöhte Körperaktivität verbrennt der Körper während dem Sport mehr Zucker und es besteht eine erhöhte Gefahr für eine Hypoglykämie.

Kenne deinen Körper!

Um sportlich aktiv zu sein, muss ein Diabetiker wissen, wie sein Körper auf die Ertüchtigung reagiert. Es empfiehlt sich, sportliche Aktivitäten zuvor mit seinem Arzt zu besprechen und nicht von Null auf 100 zu starten. Regelmässiges Blutzucker-messen ist Pflicht, ebenso das Mitführen von Nahrungsmitteln (Sportriegel, isotonische Getränke, getrocknete Früchte), um den Blutzucker aus dem Keller zu holen.

Empfohlen werden Ausdauersportarten wie Jogging, Radfahren, ausführliches Laufen oder Schwimmen. Bei diesen Sportarten wird mehr Fett verbrannt und auch der Blutzucker stark gesenkt. Deshalb ist unter Umständen auch eine Anpassung der Insulin-Dosis notwendig (Ausdauersport wirkt wie langwirkendes Insulin, kann also auch noch in der darauffolgenden Nacht zu einer Hypoglykämie führen).

Die Ernährung ist für jeden Diabetiker ein zentraler Aspekt seiner Therapie. Wieviel Fett, Kohlenhydrate und Eiweiss sein Essen beinhaltet, entscheidet zusammen mit dem Insulin oder den Medikamenten, wie sich der Blutzucker-Spiegel entwickelt. 80% der Typ2-Diabetiker sind übergewichtig. Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen (metabolisches Syndrom) sind zusätzliche, negative Faktoren, die ebenfalls von der Ernährung abhängig sind.

Zurückhaltung anstatt Verbote

Früher tendierte man dazu, Diabetikern gewisse Nahrungsmittel zu "verbieten". Daraus entwickelte sich ein grosser Markt mit Diabetiker-Nahrung, zum Beispiel Süssigkeiten ohne Zucker. Heute gilt eher die Devise: Essen ja, aber mit Zurückhaltung. Der Diabetiker soll also auch geniessen können, gleichzeitig aber wissen, wo seine Grenzen liegen. Dasselbe gilt auch für den Alkohol, dessen Wirkung auf den Blutzucker oft schwer einzuschätzen ist.

Während der Schwangerschaft kann sich, bedingt durch den veränderten Hormonhaushalt, eine spezielle Form der Zuckerkrankheit entwickeln. Bei rund 5% der Schwangeren vermag die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin zu produzieren, was zu Schwangerschaftsdiabetes führen kann. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft kann sowohl für die Mutter als auch das Kind gefährlich sein. Bei der Schwangeren droht zum Beispiel ein erhöhter Blutdruck, vorzeitige Wehen und häufigeres Entbinden durch Kaiserschnitt. Das Kind kann an Gelbsucht leiden, ein Atemnotsyndrom oder verstärktes Wachstum entwickeln (über 4000g bei Geburt).

Wie wird Gestationsdiabetes behandelt?

Wichtig ist eine Umstellung der Ernährung und ein langsamer Anstieg des Körpergewichts. Es bringt den Körper dazu, mehr Insulin zu produzieren und genügt oft, um Schwangerschaftsdiabetes zu behandeln. In seltenen Fällen ist eine Insulintherapie notwendig. Ein Diabetologe oder Facharzt leitet diese ein. Bei jeder Behandlungsform ist es aber unerlässlich, mehrmals täglich den Blutzucker zu messen. Im Falle einer Insulintherapie empfehlen Experten sechs Messungen pro Tag (vor jeder Mahlzeit und jeweils eine Stunde danach).

Typ 2 Diabetes tritt häufig ab dem 40. Lebensjahr auf. Er wurde deshalb früher Altersdiabetes genannt. Mit dem Alter hat Typ 2 Diabetes aber nur bedingt zu tun. Viel entscheidender sind erbliche Veranlagungen, Ess- und Bewegungsgewohn-heiten. Oft leiden Menschen ab 40 unter Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungs-mangel - alles gute Voraussetzungen für Diabetes.

Wenn wir älter werden, verändert sich unser Körper. Der Stoffwechsel wird langsamer, wir benötigen weniger Energie, aber trotzdem genügend Nährstoffe. Um so wichtiger ist es, sich richtig und altersgerecht zu ernähren. Mit zunehmendem Alter bleibt zudem immer mehr das Durstgefühl weg, dabei wäre es besonders wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. 1 bis 2 Liter Getränke pro Tag halten fit und leistungsfähig. Doch Vorsicht: Gezuckerte Getränke (auch Fruchtsaft!) erhöhen den Blutzucker sehr schnell.

Veränderungen im Alter

"Das Alter spielt sich im Kopf ab, nicht auf der Geburtsurkunde", sagte eine berühmte Tennisspielerin. Nicht die Zahl ist wichtig, sondern das Wohlbefinden und wie fit man ist. Trotzdem werden wir alle älter und müssen mit Veränderungen des Körpers leben. Sie sind normal, können aber durch einen schlecht eingestellten Diabetes verstärkt werden (und umgekehrt). Mit dem Alter steigt vor allem die Gefahr einer Unterzuckerung: Oft werden die Symptome nicht wahrgenommen oder falsch eingeschätzt.

Die richtige Ausrüstung

Damit Sie Ihre Selbstständigkeit bewahren und regelmässig den Blutzucker messen können, ist eine dem Alter angepasste Ausrüstung wichtig. Zum Beispiel ein Messgerät wie das Contour XT, das gut in der Hand liegt und ein Display mit grossen Zahlen hat. Hier erhalten Sie das Contour XT Blutzucker-Messgerät.